Story
Willkommen in Liberty City
Niko Bellic. Serbe. Hat auf seinem Einreiseformular bei der Frage „Warum reisen Sie in die Vereinigten Staaten?“ angekreuzt: „Will einen Kerl ermorden, der mich verraten hat“. Und im Flugzeug dachte er noch, dass alles ganz einfach wird. Geld, Drinks, Frauen und eine einzige Kugel zu verschwendet. Und er steigt aus dem Flugzeug aus, trifft seinen Cousin Roman, der ihn in die USA gelockt hat, und bemerkt, dass er einer von den Menschen geworden ist, die merken, wie sehr man sich irren kann. Sein Cousin Roman, der ihm vom amerikanischen Traum, von schnellen Autos, Brüsten vorgeträumt hat, entpuppt sich als kompletter Versager. Nikos Ziel, Rache zu nehmen, ist plötzlich kilometerweit fort. Und Niko Bellic kann nichts mehr tun, kann nichts mit seinem neuen Leben anfangen. Stürzt vom Boden der Schlucht in Serbien tief nach unten in die Hölle von Liberty City.
Cousin Roman zeigt bald, warum er Niko überhaupt nach Liberty City gelockt hat. Er will weder seinen Reichtum-in-spe teilen, noch irgendwie helfen, er braucht lediglich Hilfe bei seinem Taxi-Unternehmen. Und Niko ist noch gar nicht lange angekommen, da wird klar, dass Roman diese Hilfe bitter nötig hat. Zuerst kommt Vlad. Will sein Geld. Während Roman dieses Geld beim Kartenspielen gewinnen will, kommen Gangster, Albaner, alle auf einmal. Wollen ihr Geld.
Und Niko, der von Villen, Swimming-Pools, chilligen Tagen und Wohlstand geträumt hat, ist plötzlich zum Teil dieser Hölle aus Beton, Glas, Abgasen, dieser Hölle aus Drogen, Gewalt und offenen Rechnungen geworden. Aber Niko Bellic wäre keine Hauptfigur in einem GTA-Spiel, wenn er jetzt den Schwanz über die Eier legen und einpacken würde. Stattdessen knüpft er Kontakte zur Unterwelt, schläft – oder besser (es ist ja GTA): fährt – sich nach oben, zeigt jedem, der danach schreit, wo der Hammer hängt und versucht nebenbei, etwas Ordnung in seine eigenen Angelegenheiten zu bringen.
Und in einer Stadt, fast so groß wie San Andreas, muss er merken, dass das gar nicht so leicht ist.





